Tokenisierte Wertpapiere bei Banken: Was sich jetzt wirklich ändert [DE]
Show notes
Episode 4: Tokenisierte Wertpapiere bei Banken: Was sich jetzt wirklich ändert [DE]
Worum geht es? Lidia Kurt spricht mit Erik Haubold (Head of Private Investor Products Zentraleuropa, UniCredit) darüber, wie sich das Wertpapiergeschäft in 27 Jahren verändert hat und warum DLT, tokenisierte Wertpapiere vor allem Abwicklung, Custody und Standards neu denken lassen.
Highlights der Episode:
Vom Trade Sheet zur Automatisierung: Erik erzählt, wie Trades früher handschriftlich dokumentiert und manuell in Systeme übertragen wurden, und was das über den Technologie-Wandel im Banking sagt.
Tokenisierung als „Backbone“-Innovation: Der Nutzen liegt häufig in Prozessen hinter den Kulissen: effizienter, schneller, weniger fragmentiert.
Use Cases für Banken: Custody, bilaterale Lösungen, individuelle Kundenangebote, plus neue Produktlogiken durch programmierbare Wertpapiere.
Europaweite Abwicklung als Gamechanger: Zu viele Clearing- und Custody-Frameworks machen Standards teuer und komplex. Eine gemeinsame Infrastruktur kann Komplexität senken und Risiko reduzieren.
Vision „Lebensdepot“: Ein Depot, das Investments, Cash und Zahlungen verbindet, mit potenziell 24/7-fähigen Prozessen für digitale Wertpapiere.
Skepsis & Education: Warum es so lange dauert und weshalb Übersetzung in einfache Bilder entscheidend ist (Krypto ≠ Bitcoin ≠ unsichere Währung).
Die wichtigsten Takeaways:
Tokenisierung ist Infrastruktur zuerst: Der grösste Mehrwert entsteht oft im Backend – durch schnellere, robustere Prozesse.
Standardisierung schlägt Insellösungen: Europa braucht weniger Fragmentierung in Clearing/Custody, sonst bleiben Effizienzgewinne begrenzt.
Neue Produkte & besserer Zugang: Tokenisierung kann Einstiegshürden senken und Angebote stärker auf Kund:innen zuschneiden.
UniCredit: https://www.onemarkets.de/de.html BX Digital: https://bxdigital.ch/ Seturion: https://group.boerse-stuttgart.com/de/seturion/
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Show transcript
00:00:00: Lidia Kurt: «Inside Digital Assets» – der Podcast über die Zukunft des Kapitalmarkts, Tokenisierung, digitale Vermögenswerte und die Technologien die sie antreiben. Wir sprechen mit Menschen, die diesen Wandel gestalten. Über aktuelle Projekte, digitale Innovationen und die eine grosse Frage. Wie sieht der Kapitalmarkt von morgen aus?
00:00:25: Lidia Kurt: Wir sitzen heute hier zusammen mit Erik Haubold von der Unicredit. Es freut mich wahnsinnig bist du heute hier, Erik.
00:00:31: Erik Haubold: Sehr gerne, Hallo Lidia.
00:00:32: Lidia Kurt: Du bist Head of Private Investor Products für Zentraleuropa bei der Unicredit und hast damit sehr stark mit Wertpapieren zu tun. Damit beschäftigst du dich auch, wie sich Wertpapiere verändern.
00:00:44: Lidia Kurt: Du hast 27 Jahre, wenn ich das richtig nachgelesen habe, Schon bei der Unikredit verbracht, eine beachtliche Zeit und deshalb auch sehr spannend, heute da ein bisschen darüber zu sprechen, wie sich auch in dieser Zeit und du hast viel im Trading auch gearbeitet über diese Zeit, wie sich da Technologien entwickelt haben und wie das auch entsprechend deinen Arbeitsalltag verändert hat.
00:01:05: Erik Haubold: Sehr, sehr gerne.
00:01:06: Lidia Kurt: Ich würde gerne mal starten jetzt, dass man nachlesen kann über dich, wenn man da öffentliche Infos anschaut Gibt es was, was ich jetzt nicht gesagt habe, was sehr spannend wäre noch zu wissen?
00:01:16: Erik Haubold: In 27 Jahren ist bestimmt einiges mit passiert, wobei ich auch sagen muss, wenn man die Zahl hört, ist es eher am Anfang etwas ernüchternd die Zahl zu hören.
00:01:26: Erik Haubold: Wenn man dann gleichzeitig manchmal noch vernimmt man gehört trotzdem noch. Zur jüngeren Hälfte ist es zwar schön, aber trotzdem etwas ernüchternd auf der anderen Seite. Was man, glaube ich nicht so weiß und was für mich immer noch ein interessanter Fakt ist, wenn ich jetzt so retrospektive zurückschaue, ist, wie ich eigentlich so ins Banking mitgekommen bin.
00:01:45: Erik Haubold: Und das war eher schon so im Bereich 1994, 1995. Ich hatte damals das Glück, dass ich einen wirklich coolen Opa hatte. Und der hat mir nach der Schule immer einen Fahrservice offeriert. Und dann sind wir nach Hause gefahren und haben gemeinsam Mittag gegessen Und um die Uhrzeit kam dann auf der ARD immer die Mittagsbörse und was halt erstmal als eine leichte Penetration am Rande lief hat sich dann immer wiederholt wiederholt und dann kamen so ein paar Fragen, Interessen und dann kam der erste Fond in asiatische Underlyings, wo ich meine Eltern überzeugt hatte und dann bin ich irgendwie nicht mehr davon losgekommen und there we are.
00:02:21: Lidia Kurt: Sehr spannend. Und heute hast du ja einen schönen klingenden Titel als Head of Private Investor Products für Zentraleuropa. Wenn jetzt deinem nahen Umfeld die vielleicht nicht alle in der Finanzindustrie arbeiten, das erklären muss, was du tagtäglich machst, wie machst du das?
00:02:36: Erik Haubold: Ich wege meistens ab. Also für jemand wie du, der mich jetzt schon ein wenig kennt, da versuche ich immer mit dem Beispiel einer Bäckerei.
00:02:44: Erik Haubold: Weil am Ende machen die einen aus Wasser und Mehl ein Brot Brötchen oder Semmel. Und wir versuchen aus Basiswerten wie Aktien oder Bonds, anderen Titeln, strukturierte Produkte zu machen, Investmentprodukte zu machen. Das können dann Fonds sein, das können Zertifikate sein, das können andere Möglichkeiten sein.
00:03:05: Erik Haubold: Genauso wie in der Bäckerei auch gerne ein Kaffee mit gereicht wird. Und diese Service-Dienstleistung haben wir bei uns auch über die Wertpapier-Dienstleistung wie halt Börsenexekutierung, dass man also, wenn ein Kunde etwas anlegen möchte, diese Order dann auch aus seiner Eingabemaske bis zur Börse unter anderem auch zur Börse Stuttgart, mit in die Ausführung bringt und dann am Ende sie wieder in seinem Depot erscheint.
00:03:29: Erik Haubold: Und das sehe ich so ein bisschen ähnlich. Und das Schöne was ich auch finde, man sieht am Ende des Tages Was denn gehandelt wurde. Und das ist ein bisschen auch beim Bäcker, der sieht am Ende des Tages, was ist denn noch in der Auslage und was nicht, was ging gut, was ist viel nachgefragt worden. Und das hat so eine direkte Komponente und die macht mir persönlich sehr viel Spaß.
00:03:46: Erik Haubold: Jemand, der jetzt Finanzen oder mich dazu nicht kennt, da versuche ich es immer zu vergleichen dass ich an der Forte in der Bank arbeite, Da kommen eigentlich alle Menschen der Bank vorbei. Da kriegt man ein gutes Netzwerk, hat ein gutes Gefühl, um was sich eigentlich eine Bank in Gänze beschäftigt. Und im Laufe der 27 Jahre habe ich halt mehrere Eingänge jetzt schon mal mitbelegt und habe dadurch eine Menge von der Bank mitgelernt.
00:04:07: Lidia Kurt: Und was hat sich in diesen 27 Jahren am stärksten verändert?
00:04:11: Erik Haubold: Aus meiner persönlichen Sicht ist es genau das, was du fragst, die Veränderung in itself. Also wirklich zu sehen, dass wir jetzt im Finanzsektor... Und das ist nicht nur bei uns in der Bank, sondern ich habe das Gefühl, dass es branchenübergreifend ein unheimlich hohes Level an Veränderung haben.
00:04:31: Erik Haubold: Und das tagtäglich. Und das bringt extrem viele Herausforderungen mit sich aber auch viele Opportunitäten. Und das zu managen ist... Ein wichtiger Teil von meiner Tagesaufgabe.
00:04:44: Lidia Kurt: Und jetzt diese Veränderung ist wahrscheinlich businessseitiger Natur, oft vielleicht auch technologischer Natur. Hast du hier entsprechende Veränderungen schon auch technologischer Seite erlebt über die 27 Jahre, die sehr einschneidend waren?
00:04:57: Erik Haubold: Auf jeden Fall. Also mein Beginn und auch mein Praktikum damals im Investmentbank-Bereich wo ich gestartet habe, war im Bereich Mid-Office Back-Office Und da hatten wir fünf Händler, die haben im Endeffekt mit Systemen noch gehandelt, die waren ein Stück weit wie tabellenartige Handelssysteme Und wenn ein Trade gemacht worden ist, ist der dann auf ein sogenanntes Trade Sheet das ist wie so ein A4-Sheet, handschriftlich Notifiziert wurden.
00:05:27: Erik Haubold: Da passten dann 15 Geschäfte drauf und wenn der Zettel voll war, dann gab es so eine Rollwippe weil der Händler einem gegenüber gesessen hat und dann wurde das Tretschi draufgelegt, dann rollte das rüber und dann konnte das jemand vom Mid-Office also Sediment in die Hand nehmen und gab das dann in zwei verschiedene Systeme ein.
00:05:43: Erik Haubold: Das habe ich am Anfang sehr viel gemacht. Das habe ich so oft gemacht, dass ich leider davon geträumt habe und dann gesehen habe, hier muss ich etwas ändern. Und hatte dann das Glück, dass ich mit begleiten durfte, technologisch hier auch ein Stück weit Innovation mit in die Bank zu bringen. Und wir das dann verändert haben, dass es nicht mehr so eingegeben werden muss, sondern dass man zumindest mal aus zwei Eingaben eine macht und die andere dann dafür eine Kopie wird.
00:06:06: Erik Haubold: Und so hat sich das über die Jahre noch weiter damit verändert. Aber der Schritt ist enorm. Ich habe das Gefühl, der kriegt auch jetzt nochmal einen exponentiellen Schub.
00:06:17: Lidia Kurt: Wir sind ja in engem Austausch auch rund zum Thema digitale Assets, tokenisierte Wertpapiere. Das ist meines Erachtens nochmal so ein riesiger Technologieschub Also als würde man nochmal einen völlig neuen Tech-Stack einführen.
00:06:30: Lidia Kurt: Korrekt Wie ist das bei euch im Haus? Seit wann beschäftigt ihr euch mit dem Thema und wieso ist das für euch spannend?
00:06:36: Erik Haubold: Ja. Also ich beschäftige mich damit in etwa seit 2017, 2018 unter anderem auch mit anderen Kollegen bei uns im Haus, habe versucht seitdem ein Stück weit Education, wirklich auch Bildung in diesem Thema zu betreiben, Sachen zu erklären, Sachen auch bildhaft mitzugestalten, denn ich glaube, und das passt ein bisschen zu dem, was wir vorher gesagt haben, die Veränderung aber auch zu dem, was du gesagt hast das Exponentielle.
00:07:03: Erik Haubold: Das hat halt immer zwei Seiten. Die eine Seite ist, dass das durchaus zu Unsicherheit führt, zu Nervosität führt, zu vielen Fragen, wie kann man das überhaupt eingliedern. Und auf der anderen Seite, die, die schon länger da mit drin sind, sehen die Opportunitäten, sehen die Möglichkeiten. Und das, was ich seither mit den Kollegen innerhalb unserer Bank versuche, ist, diese Bilder gut zu übersetzen.
00:07:30: Erik Haubold: Einzelne Schritte zu skizzieren, indem wir Step-by-Step wirklich Infrastruktur verbessern können, Zugang schaffen und ein gemeinsames Bild entwickeln, wie wir hier Angebote, Services und auch Inhouse-Effizienzen schaffen können.
00:07:44: Lidia Kurt: Gibt es konkrete Use Cases Anwendungsfälle, die für euch besonders spannend sind, wenn es um tokenisierte Wertpapiere geht?
00:07:51: Erik Haubold: Für mich ist Blockchain und tokenisierte Wertpapiere ein sehr grosses Feld. Und vor allen Dingen ein Feld, wo ich in erster Linie viele Use Cases sehe, die der Kunde im besten Fall gar nicht mitbekommt, weil sie dahinter passieren, weil sie im Endeffekt nur, wie auch wieder beim Bäcker, sicherstellen dass das Brot...
00:08:13: Erik Haubold: Um 6 Uhr frisch in der Auslage liegt, schön aussieht und gut schmeckt. Und das immer und immer wieder und auch nach wie vor finanzierbar bleibt. Und das ist was, wo ich Tokenisierung und auch Blockchain oder DLT-Technologie als sehr relevant erachte und auch die klare Meinung habe, dass das nachhaltig dazu beitragen kann.
00:08:35: Erik Haubold: Deswegen, wir sehen das vor allen Dingen im Bereich von Custody, wir sehen das im Bereich von... Und bilateralen Lösungen Wir sehen das auch im Bereich von individuellen Kundenlösungen und damit dann mit neuen Produkten und neuen Services. Etwas was sich auch auf den ganzen Markt und damit auch die Börsen erweitern wird.
00:08:56: Lidia Kurt: Du sprichst es an, es ist ein spannendes Thema, auch wie Tokenisierung erlaubt viel individualisiertere Produkte zu erstellen, viel kostengünstiger, viel effizienter. Wenn du dir vorstellst, dass wir mal alle Vermögenswerte auf der Blockchain haben, alle tokenisiert sind, wie glaubst du, würde das dein Geschäft verändern?
00:09:16: Erik Haubold: Ich glaube, für unser Geschäft ist es erstmal ein Vorteil weil in Verbindung Die Einstiegshürde niedriger zu gestalten, zusätzlich zu Bildung und Erläuterung was das für Produkte sind, schafft man einfach Einen weiteren großen Bestandteil unserer Bevölkerung in Investments zu bringen. Und das ist für mich besonders wichtig, weil ich glaube, dass das wirklich auch im Hinblick auf die ganzheitliche Rentendiskussion ein sehr wesentlicher Baustein ist und wir hiermit auch ein Fundament mitlegen können.
00:09:50: Erik Haubold: Und wenn das existiert kann man in den Formen die du jetzt gerade skizziert hast, wirklich sehr, sehr sichere Anlageformen schaffen. Die komplett auf den Kunden abzielen. Und man hat dann eigentlich so etwas wie, ich sage mal, ein Lebensdepot. Und in dem schichtet man um und man könnte sogar in die Richtung mit überlegen, da sind dann alle Assets drin, da ist eigentlich das gesamte Vermögen drin.
00:10:15: Erik Haubold: Das kann auch Geld als normal Cash-Euro-Betrag sein. Und wenn ich dann mir, wie hier am Bahnhof ein Café kaufen möchte, dann bezahle ich aus meinem Depot Und da findet direkt schon die Transformation statt. Sodass eigentlich die Form, wie man dann da mit Vermögen umgeht, mehr ineinander einfließt und übergeht und jeder ein Stück weit einen besseren Zugang dazu finden kann.
00:10:41: Lidia Kurt: Eine super spannende Idee, so das individualisierte Lebensdepot. Ich glaube, da kann man Leute begeistern damit. Hast du auch bei dir intern oder auch extern, also siehst du auch Skepsis rund um das Thema?
00:10:54: Erik Haubold: Das ist... Ich hatte es vorher schon mal mit anklingen lassen, gerade das Exponentielle plus nach wie vor die Schwierigkeit, sage ich mal, auch das Einmaleins einer Blockchain zu erklären oder das auch verstehen zu können mit allen anderen Herausforderungen, es ist ja nicht nur so, dass wir jetzt hier ein technisches Thema haben und die Banken oder die Finanzindustrie hat keine weiteren Herausforderungen, es gibt ja sehr viel, was auch parallel mitläuft.
00:11:16: Erik Haubold: Und das zur gleichen Zeit zu übersetzen ist eine sehr hohe Herausforderung und das Zu vielen Diskussionen geführt und man musste wirklich erstmal, ich sage immer überspitzt, wenn ich danach gefragt werde, das Wort am Anfang auch erstmal buchstabieren, dass Krypto nicht gleich Bitcoin, nicht gleich Währungsunsicherer Anlage ist, sondern dass wir hier allgemein über einen Fortschritt in Technologie sprechen und wie wir den für uns nutzbar machen, Hängt ganz von uns selbst ab und dankbarerweise natürlich auch von Unternehmen oder von Projekten und von Initiativen wie auch deiner wirklich etwas voranzutreiben und das für alle nutzbar zu machen.
00:11:56: Erik Haubold: Und das hat leider so lange gedauert, denn ich bin für mich selbst eigentlich immer jemand, der mich versucht am meisten auch zu challengen und zu reflektieren und da muss ich dir auch sagen, dass jetzt seit 2018 auf dem Thema sieben Jahre ist einfach zu lange. Für das, was jetzt rausgekommen ist. Auf der anderen Seite war es auch für mich dann erstmal ein Bewusstsein zu schaffen, wie kann man denn die unterschiedlichen Bereiche auch abholen und ein Fundament schaffen, dass man jetzt tatsächlich auch Sachen ausrollen kann.
00:12:24: Erik Haubold: Und da bin ich dann wiederum ein Stück weit stolzer darauf. Aber das hat einfach gezeigt, es ist kein leichtes Thema und es braucht auch simple Erklärung, die man immer wiederkehrend dann für die Fragen mit einbringt.
00:12:36: Lidia Kurt: Und ich finde auch, ich meine, wir sprechen hier von der Finanzmarktinfrastruktur, so dem Backbone unserer Finanzwirtschaft und das auf eine völlig neue technologische Infrastruktur zu bringen.
00:12:46: Lidia Kurt: Wenn das jetzt ein bisschen mehr als sieben Jahre dauert, ist das, glaube ich, völlig okay. Ist auch für die Sicherheit... Ich trotzdem nicht
00:12:52: Erik Haubold: ganz zufrieden aber ich nehme das dankend an Ich
00:12:55: Lidia Kurt: glaube da müssen wir auch manchmal ein bisschen Geduld haben. Aber wenn wir natürlich von unseren Persönlichkeiten her das gerne ein bisschen schneller jeweils hätten.
00:13:02: Lidia Kurt: Jetzt hast du es angesprochen, wir bauen eine Abwicklungslösung auf der Blockchain. Mit Ceturion haben wir das Ziel, eine europaweite Abwicklungsplattform anzubieten für tokenisierte Wertpapiere. Wieso ist für euch eine Abwicklungslösung europaweit von Interesse? Was kann da verbessert werden?
00:13:20: Erik Haubold: Für mich ist das, und das ist auch jetzt unabhängig von meinem Finanzinstitut das ist für mich ein Fundament, Grundlegend Effizienzen schafft und Effizienzen in dem Falle sogar als etwas Positives und Nachhaltiges.
00:13:36: Erik Haubold: Warum? Wir haben zu viele Clearing-Frameworks jetzt, schon alleine nur in Europa. Darauf kommen sehr viele unterschiedliche Custody-Frameworks und dann kommen noch firmeneigene Lösungen und das ist zu aufwendig das zu unterhalten, das ist auch zu aufwendig das nachzuhalten und das ist auch Aus einer regulatorischen Sicht oder auch aus einer europäischen Regulierungssicht sehr, sehr aufwendig gemeinsame Standards zu setzen.
00:14:04: Erik Haubold: Und wenn es dann Initiativen gibt, die dort einfach nach vorne gehen und versuchen, so etwas mal grundsätzlich anzubieten, Gerade auch in der Interaktion mit verschiedenen Finanzmarktteilnehmern dann glaube ich, dass das ein sehr gutes Fundament sein kann, was wiederum am Ende hoffentlich gar nicht vom Kunden groß wahrgenommen wird, aber den Zugang zu Investmentprodukten und deren Abwicklung simplifiziert, beschleunigt.
00:14:34: Erik Haubold: Und Risiko aus dem Markt rausnimmt.
00:14:36: Lidia Kurt: Du nimmst die letzte Frage schon vorweg die ich für dich habe. Wenn wir in die Zukunft schauen, wenn wir sagen, in fünf Jahren, die Technologie hat sich weiterentwickelt, wir sind an einem anderen Punkt, wie glaubst du, sieht das auch? Dein Geschäftsbereich dann aus und was verbessert sich?
00:14:52: Erik Haubold: Also in fünf Jahren sollten wir dann hier wieder sitzen, vielleicht auf der nächsten Folge für den Podcast, der viele Zuhörer dann schon gefunden hat. Dann hat wahrscheinlich gestern Abend der VfB Stuttgart im Champions-League-Spiel Real Madrid geschlagen Und kurz danach sind die Fans ganz hoch erfreut nach Hause gegangen und haben dank der 24-7-Möglichkeit Investments in ihr Altersdepot für digitale Wertpapiere gemacht, die allesamt über Setorion mit abgewickelt worden sind.
00:15:24: Erik Haubold: Und ich denke, das sollte schon mal Herausforderung genug auf allen Seiten sein.
00:15:28: Lidia Kurt: Das nehmen wir so auf. Danke dir vielmals, Erik. Und dann freue ich mich, dich spätestens in fünf Jahren wieder hier zu sehen. Ich danke dir, ich bin
00:15:35: Erik Haubold: dabei.
00:15:35: Lidia Kurt: Arbeiten wir weiter an der Finanzmarktinfrastruktur
00:15:37: Lidia Kurt: von morgen. Danke, war es toll Danke
00:15:39: Erik Haubold: dir.
00:15:40: Lidia Kurt: Das war Insights Digital Assets. Ein gemeinsames Projekt von BX Digital und Ceturion. Wenn dir die Folge gefallen hat, Abonniere unseren Podcast und empfehle uns gerne weiter.
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